Kriterien zur Gründung einer Dachdecker-Firma in Aurich
Die Tätigkeit des Dachdeckers unterliegt der Autorisation durch die für
Aurich verantwortliche Handwerkskammer (Überblick gibt es auf:
www.handwerkskammer.de). Als beaufsichtigende Institution kann die Handwerkskammer einem Dachdeckerbetrieb den Eintrag in die Handwerksrolle zusprechen oder verweigern. Mit der Eintragung in die Handwerksrolle erhält der Unternehmensgründer die Handwerkskarte.
Die Einsetzung eines Meisters im Unternehmen ist die wesentlichstes Erfordernis. Dadurch ist die Güte der umgesetzten Arbeiten gesichert. Der Chef oder Eigentümer des Dachedeckerunternehmens muss Dachdeckermeister sein oder die Dachdeckerfirma stellt einen Dachdeckermeister ein und übergibt ihm die handwerkliche Verantwortlichkeit für die Erledigung der Arbeiten.Hierfür ist eine Betriebsleitervereinbarung zu erstellen, die oft von den HWKs als Formular bereitgestellt wird.Eine Anmeldung beim Gewerbeamt ist darüber hinaus natürlich unerlässlich. Die für Aurich verantwortliche Verwaltungsstelle erfahren Sie bei der Stadtverwaltung.
Der Dachdecker kümmert sich nicht nur um wind- und wasserfeste Abdichtung gewöhnlicher Steildächer sondern auch die aller anderen Dachformen, wie zum Beispiel Walmdach, Tonnendach oder Flachdach. Auch Wände und Fassaden werden von den
Dachdeckereien mit witterungsbeständiger Abdichtung versehen. Die fachlich präzise Montage eines Dachfensters gehört gleichfalls in den Tätigkeitsbereich der
Dachdeckerei.Neben Dachziegeln werden auch Werkstoffe wie Schindeln oder Schiefer verarbeitet. Bitumenbahnen finden besonders bei Flachdächern häufig Verwendung.
Ausbildung zum Dachdecker
Durchgeführt wird die Ausbildung zum Dachdeckergesellen im dualen System (betriebliche und schulische Ausbildung). Eine Spezialisierung erfolgt in die Teilbereiche Abdichtungs-, Wand-, Dach- oder Reetdachtechnik (zumeist in Noddeutschland). Die betriebliche Ausbildung wird von Dachdeckerunternehmen oder größeren Bauunternehmen durchgeführt. Es müssen aber die Anforderungen in Form eines betriebsleitenden Meisters erfüllt sein.
Viele Tätigkeiten werden auf Dächern und dadurch auch in größeren Höhen ausgeführt. Das Verstehen von Bauzeichnungen sowie handwerkliche Fähigkeiten werden in der betrieblichen Ausbildung vermittelt.
Die Dauer der Ausbildung als Dachdecker beträgt gewöhnlich drei Jahre. Bei besonderer Qualifikation kann die Ausbildung um 6 Monate verkürzt werden.